Digitale Vertreterversammlung
der Volksbank in der Hohen Mark eG

Hohes Kreditwachstum. Maßnahmenbündel zur Stärkung der Mitgliedschaft beschlossen: 5,25 Prozent Dividende für 2019

So etwas hat es bei der Volksbank in der Hohen Mark eG noch nicht gegeben. Aber die Corona-Pandemie machte es erforderlich. Statt wie geplant die Vertreterversammlung am 10. November im RekenForum durchzuführen, fand das Treffen am 19. November digital statt. 57 Vertreterinnen und Vertreter waren virtuell zusammengekommen. Und sie trafen wichtige Entscheidungen.

„Natürlich hätten wir uns lieber persönlich getroffen. Zumal wir uns wegen der Pandemie im Frühjahr entschieden hatten, unsere diesjährige Vertreterversammlung in den Herbst zu legen“, machte Marc Trzcinksi, Vorstand der Volksbank in der Hohen Mark eG, deutlich. Aber was er dann zum Geschäftsverlauf der Bank im zurückliegenden Geschäftsjahr schilderte, konnte sich sehen lassen: Wachstum der Bilanzsumme um neun Prozent auf gut 560 Millionen Euro, Wachstum der Kredite um fast 9,5 Prozent auf knapp 400 Millionen Euro und Wachstum der Einlagen um 7,8 Prozent auf etwa 360 Millionen Euro. Im Ergebnis steht für 2019 ein Jahresüberschuss in Höhe von 884.000 Euro.

Ohne das beispielhafte Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – in diesem Jahr zusätzlich unter coronabedingt erschwerten Rahmenbedingungen – und dem vertrauensvollen Miteinander von Vorstand, Aufsichtsrat sowie Mitgliedern sei dieser Erfolg nicht denkbar gewesen. Christian Nordendorf dankte daher allen Beteiligten nachdrücklich für ihre Mitwirkung und betonte: „Die Zahlen unterstreichen zweierlei: Erstens werden wir unserem Förderauftrag als Genossenschaftsbank gerecht. Wir stärken unsere Region. Und zweitens zeigt sich, dass unser mit der Fusion vor zwei Jahren begonnene Weg zur weiteren Intensivierung des Genossenschaftsbankings in der Region aufgeht.“

Als Beispiele zählte Marc Trzcinski die Investitionen in die Bausubstanz der Bank, in die Filiale der Zukunft und die umfassenden Aufwendungen zur Digitalisierung der Bank. Gerade die aktuelle Pandemie beweise, wie gut und wie richtig es gewesen sei, dass die Volksbank in der Hohen Mark eG sich beim Thema Digitalisierung unter Hochdruck modern aufgestellt habe. So sei es gelungen, viele Kundinnen und Kunden zu überzeugen, auf digitalem Weg mit ihrer Bank Kontakt aufzunehmen, um ihre Bankgeschäfte sicher und zuverlässig zu tätigen

Die Bank rechnet mit einer Fortsetzung der Erfolgsstory, insbesondere auch bei den Krediten. Deswegen haben Aufsichtsrat und Vorstand den Vertreterinnen und Vertretern eine Maßnahmenpaket vorgeschlagen. Zentral ist hierbei die Möglichkeit künftig bis zu 20 Genossenschaftsanteile je 150 Euro zu erwerben.

Christian Nordendorf zu den Hintergründen: „Jeder Kredit muss mit Eigenkapital abgesichert werden. Mit einer Kernkapitalquote von 11,8 Prozent in 2019 und einer Gesamtkapitalquote von 13,9 Prozent liegen wir deutlich über den gesetzlichen Anforderungen in Höhe von 4,5 Prozent beziehungsweise 8 Prozent. Aber wir wollen angesichts unseres sehr dynamischen Kreditwachstums klare Signale senden und eine Weichenstellung in guter genossenschaftlicher Tradition frühzeitig ohne Druck vornehmen.“ Diesem Gedanken sind die Vertreterinnen und Vertreter gefolgt. Ab dem 1. Januar 2021 kann sich jedes Mitglied mit bis zu 3.000 Euro an der Volksbank in der Hohen Mark eG beteiligen.

Diese Beteiligung wird noch attraktiver, weil gleichzeitig die bisher in der Satzung vorgesehene Nachschusspflicht abgeschafft wurde. „Die bisherige Nachschusspflicht verpflichtete Mitglieder im Falle einer Schieflage unseres Hauses je Anteil 500 Euro nachzuschießen. Auch wenn dies angesichts der Stabilität von Genossenschaften eher eine theoretische Regelung war, ist ihre Abschaffung ein wichtiges Signal“, erklärt Christian Nordendorf die Zusammenhänge. 

Gleichzeitig haben die Mitglieder für 2019 eine Dividende in Höhe von 5,25 Prozent beschlossen. Sie folgen damit der Empfehlung der Bankenaufsicht, dieses Jahr mit Blick auf die Pandemie eine geringere Dividende zu zahlen. Ab 2020 soll dann die Dividende bei vier Prozent liegen. Christian Nordendorf: „Die Höhe der prozentualen Dividende muss immer in einem Zusammenhang mit der absoluten Dividendensumme gesehen werden. In der Vergangenheit haben wir jährlich 7 Prozent ausgezahlt. Aber früher konnten Mitglieder bis auf fusionsbedingte Ausnahmefälle nur 2 Anteile erwerben, erhielten also 21 Euro im Jahr für ihre Beteiligung. Ab 2020 sind 120 Euro möglich.“

Insgesamt sei quasi die „Quadratur des Kreises“ gelungen: eine Erhöhung des Kernkapitals bei gleichzeitiger Reduktion der Risiken unter der Bedingung einer soliden Finanzierung.